Autodiebstahl – Was tun, wenn die Versicherung einfach nicht bezahlt?

Nicht selten kommt es vor, dass Versicherer nach einem Kfz-Diebstahl die Zahlung verweigern. Zur Begründung wird oftmals lapidar vorgebracht, dass ein „Diebstahl nicht hinreichend nachgewiesen“ sei. Gerne kommt dabei seitens des Versicherers auch die Formulierung zum Einsatz, dass der Versicherungsnehmer „auf den Rechtsweg verwiesen“ werde. Unausgesprochen beinhaltet dies den Vorwurf, dass der Versicherungsnehmer den Diebstahl

Versicherungsrecht: Alkohol am Steuer, das wird teuer?

Bei Verkehrsunfällen aufgrund von Alkohol reagieren Kfz-Versicherer meist kompromisslos. In der Kfz-Haftpflichtversicherung wird zwar der Schaden gegenüber dem geschädigten Unfallgegner reguliert, jedoch wird der Versicherungsnehmer auf Regress in Höhe von bis zu 5.000,00 € in Anspruch genommen. Die Kaskoversicherung verweigert die Leistung sogar meistens vollständig. Auf den ersten Blick könnte man denken, dass dies gerechtfertigt

Der Versicherer erklärt die Anfechtung des Versicherungsvertrags – Was nun?

Wenn der Versicherer die Anfechtung eines Versicherungsvertrags erklärt, ist dies für den Versicherungsnehmer wie ein Schock aus heiterem Himmel. Meist passiert es lange Zeit nach Abschluss des Versicherungsvertrags. Der Anlass ist in der Regel die Anmeldung eines Versicherungsschadens. Die Konsequenzen könnten härter kaum sein: der aktuelle Versicherungsschaden wird nicht reguliert der Versicherungsvertrag wird nicht fortgeführt

Wenn die Versicherung wegen „grober Fahrlässigkeit“ nicht bezahlt…

Wenn ein Versicherer die Versicherungsleistung verweigert und sich auf „grobe Fahrlässigkeit“ des Versicherungsnehmers beruft, empfiehlt es sich dringend, genau nachzuprüfen, ob die Leistungsverweigerung berechtigt ist. Das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) regelt die einzelnen Voraussetzungen. Häufig berufen sich Versicherer auf eine angebliche grobe Fahrlässigkeit, aber lassen dabei außer Betracht, dass eine Leistungsfreiheit nur unter weiteren Voraussetzungen gerechtfertigt wäre.

Schlechte Versicherungsberatung bei CHECK24 und anderen Portalen?

Nach § 61 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) sind Internetportale wie CHECK24 ebenso zur qualifizierten Beratung und Dokumentation verpflichtet wie jeder andere Versicherungsvertreter oder Versicherungsmakler. Pflichtverletzungen wie unzureichende Information, fehlende Befragung des Versicherungsnehmers, oder ungeeignete Versicherungsvorschläge können zu Schadensersatzansprüchen gegen Portalbetreiber führen. Die Gerichte wurden bislang im Versicherungsrecht nicht allzu häufig mit Schadensersatzansprüchen gegen Internetportale befasst. Dies

Muss die Betriebsschließungs-Versicherung für Corona-Schäden zahlen?

Viele Unternehmen haben so genannte Betriebsschließungs-Versicherungen abgeschlossen. Dabei handelt es sich um eine gesonderte Versicherung, welche jedoch meist gemeinsam mit anderen Versicherungen, wie zum Beispiel Haftpflichtversicherungen und Gebäudeversicherungen angeboten wird. Der Zweck der Betriebsschließungs-Versicherung ist es, Schäden aufzufangen, die aufgrund von Infektionskrankheiten entstehen. Doch im Fall von (COVID-19) verweigern die Versicherungsunternehmen regelmäßig die Zahlung. Die

Nach Sturm Sabine: Versicherungsansprüche richtig geltend machen

Am 9./10.02.2020 richtete der Sturm Sabine, welcher teilweise Orkanstärke erreichte, in ganz Deutschland große Schäden an. Für die Geschädigten stellt sich in solchen Fällen die Frage, welche Versicherung wofür aufkommt und wie man bei der Geltendmachung gegenüber der Versicherung am besten vorgehen sollte. Betroffen sind unterschiedliche Versicherungsarten. Bei Schäden an Gebäuden, wie zum Beispiel abgedeckten

Unberechtigte Leistungsverweigerung der Unfallversicherung wegen verspäteter Schadenmeldung (Obliegenheitsverletzung)

Versicherer lehnen die Leistung aus der Unfallversicherung mitunter mit dem Argument ab, dass die Schadensmeldung verspätet erfolgt sei. Dabei berufen sie sich auf folgende Klausel der Versicherungsbedingungen: Ziff. 7.1 der Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen (GDV) Nach  einem  Unfall,  der  voraussichtlich  zu  einer  Leistung  führt,  müssen  Sie  oder  die  versicherte Person unverzüglich einen Arzt hinzuziehen, seine Anordnungen befolgen

BGH-Urteil vom 09.10.2019 (Az. IV ZR 235/18) zur befristeten Leistungszusage in der Berufsunfähigkeitsversicherung

In der Berufsunfähigkeitsversicherung ist ein Versicherer an seine befristete Leistungszusage unbefristet gebunden, wenn die Befristung nicht sachlich begründet wurde. Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 09.10.2019 (Az. IV ZR 235/18) entschieden, dass sich ein Versicherer nicht auf die Befristung eines Leistungsanerkenntnisses in der Berufsunfähigkeitsversicherung berufen kann, wenn kein sachlicher Grund für die Befristung vorliegt und
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