Die Hannoversche Lebensversicherung AG hat nach unseren Erkenntnissen in der Zeit bis mindestens zum Jahr 2008 folgenden Passus in Ihrer Widerrufsbelehrung verwendet:

„Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt dieser Belehrung.“

Diese Formulierung gibt die Gesetzeslage nicht korrekt wieder und lässt den Darlehensnehmer im Unklaren über den genauen Zeitpunkt des Fristbeginns. Der Darlehensnehmer kann zwar erkennen, dass der Fristbeginn von weiteren Voraussetzungen abhängt, allerdings nicht von welchen. Der Fall wurde bereits durch den Bundesgerichtshof entschieden (BGH, Urt. v. 1. 12. 2010 − VIII ZR 82/10).

Bei Verträgen die ausschließlich im Wege der Fernkommunikation abgeschlossen wurden, fehlte in der Widerrufsbelehrung darüber hinaus folgender Hinweis:

„Für den Zeitraum zwischen Auszahlung und Rückzahlung ist bei vollständiger Inanspruchnahme  pro Tag ein Zinsbetrag in Höhe von xx,xx Euro zu zahlen.“

Diese Fehler führen nach unserer Ansicht dazu, dass die betreffenden Darlehensverträge noch widerrufen werden können. Wir haben in diesen Fällen bereits erfolgreich den Widerruf gegenüber der Hannoversche Lebensversicherung AG durchgesetzt.

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